Tube A313 Creme mit Retinol & Vitamin A auf einem Marmortablett, ein ruhiger Morgenmoment

A313 im Vergleich zu Adapalen: Was ist der Unterschied und was passt zu Ihnen?

Wer sich schon einmal mit Vitamin-A-Pflege beschäftigt hat, ist wahrscheinlich auch auf Adapalen gestoßen — ein Retinoid, das in Empfehlungen gegen Akne häufig auftaucht und zunehmend auch in allgemeineren Hautpflege-Gesprächen eine Rolle spielt. Es liegt nahe, sich zu fragen, wie es im Vergleich zu A313 Creme mit Retinol & Vitamin A abschneidet, da beide unter den weiten Begriff "Retinoid" fallen. In der Praxis sind es jedoch sehr unterschiedliche Wirkstoffe, die unterschiedlich wirken und unterschiedlichen Bedürfnissen entsprechen. Hier ein ehrlicher Vergleich.

Zwei unterschiedliche Formen von Vitamin A

A313 Creme ist mit Retinylpalmitat formuliert, einem Ester von Vitamin A, den die Haut schrittweise in Retinol und anschließend in Retinsäure umwandelt — die Form, die tatsächlich mit den Hautzellen interagiert. Diese mehrstufige Umwandlung ist mit ein Grund, warum Retinylpalmitat als einer der sanfteren Einstiege in die Vitamin-A-Pflege gilt.

Adapalen hingegen ist überhaupt nicht von Vitamin A abgeleitet — es handelt sich um ein vollständig synthetisches Retinoid der dritten Generation. Es bindet gezielt an bestimmte Retinsäure-Rezeptoren der Haut, was ihm seine gerichtete Wirkung auf akne-bezogene Prozesse wie eine gestörte Hautzellerneuerung und verstopfte Poren verleiht.

Stärke, Wirkgeschwindigkeit und ursprünglicher Einsatzzweck

Da Adapalen die Umwandlungsschritte überspringt und direkter bindet, gilt es allgemein als stärker und schneller wirksam als Retinylpalmitat — diese zusätzliche Stärke geht jedoch mit einem engeren ursprünglichen Einsatzgebiet einher. Adapalen wurde speziell zur Aknebehandlung entwickelt, und der Großteil der Forschung dazu bezieht sich auch darauf, auch wenn manche Menschen es zusätzlich off-label gegen frühe Anzeichen von Hautalterung einsetzen.

A313 wurde dagegen für die allgemeine Vitamin-A-Pflege der Haut entwickelt — es unterstützt die Hauterneuerung und ein gleichmäßiger wirkendes Hautbild im Laufe der Zeit, ohne als Aknebehandlung positioniert zu sein. Steht bei Ihnen vor allem Unreinheiten im Vordergrund, ist die Evidenzlage für Adapalen stärker. Suchen Sie dagegen eine ruhige, alltagstaugliche Vitamin-A-Routine, kann die sanftere Wirkweise von A313 besser zu Ihnen passen.

Verfügbarkeit: Wie Sie an das jeweilige Produkt kommen

Das ist einer der praktischsten Unterschiede. Adapalen ist in manchen Ländern in niedriger Konzentration rezeptfrei erhältlich, in weiten Teilen Europas jedoch nach wie vor verschreibungspflichtig, insbesondere in höheren Konzentrationen. A313 mit Retinylpalmitat ist innerhalb der EU rezeptfrei erhältlich — ein Grund, warum viele Menschen es als ersten Schritt in die Vitamin-A-Pflege wählen, bevor sie etwas Stärkeres in Betracht ziehen.

Hautverträglichkeit: Was Sie erwarten können

Die stärkere Rezeptorbindung von Adapalen geht auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Trockenheit, Schuppung, Rötungen und erhöhte Sonnenempfindlichkeit einher, besonders in den ersten Wochen der Anwendung. Viele Empfehlungen raten deshalb zu einem schrittweisen Einstieg, etwa jeden zweiten Abend.

Produkte auf Basis von Retinylpalmitat wie A313 sind in der Regel milder zur Hautbarriere, weshalb sie häufig für empfindliche oder reaktive Haut empfohlen werden, oder für Menschen, die mit stärkeren Retinoiden bereits Schwierigkeiten hatten. Eine leichte Trockenheit oder Schuppung ist zu Beginn dennoch möglich, fällt aber meist geringer aus.

So wenden Sie A313 Creme mit Retinol & Vitamin A an

  • Tragen Sie die Creme abends auf die gereinigte, trockene Haut auf — nach der Reinigung und vor einer eventuellen reichhaltigeren Nachtcreme.
  • Eine erbsengroße Menge reicht für das gesamte Gesicht aus.
  • Beginnen Sie, wenn Sie neu in der Vitamin-A-Pflege sind, mit zwei bis drei Abenden pro Woche und steigern Sie die Anwendung schrittweise.
  • Verwenden Sie bei Spannungsgefühl zusätzlich eine Feuchtigkeitscreme, und tragen Sie am folgenden Morgen stets einen Sonnenschutz auf, da Vitamin-A-Wirkstoffe die Sonnenempfindlichkeit erhöhen können.
  • Kombinieren Sie es nicht am selben Abend mit anderen stark wirksamen Inhaltsstoffen wie Säuren oder weiteren Retinoiden, solange Sie die Verträglichkeit noch aufbauen.

Wann Sie sich beraten lassen sollten

Vitamin-A-Wirkstoffe passen nicht zu jedem, und der Wechsel zwischen Produkten oder deren Kombination ist nicht immer unkompliziert. Wenn Sie eine besonders empfindliche oder reaktive Haut haben, schwanger sind oder stillen, oder bereits eine verschriebene Behandlung gegen Akne oder eine andere Hautbehandlung anwenden, sprechen Sie vor dem Beginn mit A313 oder vor Änderungen an Ihrer Routine am besten mit einem Apotheker oder einer Fachperson für Hautpflege. So lässt sich am besten einschätzen, was zu Ihrer individuellen Hautgeschichte passt.

Keiner der beiden Wirkstoffe ist objektiv "besser" — beide sind für unterschiedliche Ziele und ein unterschiedliches Verträglichkeitsniveau konzipiert. A313 bietet einen zugänglichen, alltagstauglichen Einstieg in die Vitamin-A-Pflege, während Adapalen eine gezieltere Option bleibt, die meist der Aknebehandlung vorbehalten und häufig verschreibungspflichtig ist. Zu wissen, was zu Ihren tatsächlichen Bedürfnissen passt, ist die hilfreichere Frage als die, welches Produkt "stärker" ist.

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